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Warum Getreidemahlen?

Der menschliche Körper gibt die Notwendigkeit vor, Getreidekörner zu mahlen. Erst dann können die Nährstoffe im Körper aufgenommen werden. Die beim Mahlvorgang entstandene Oberflächenvergrößerung lässt die Verwertung in kurzer Zeit ablaufen.

Geschichte des Mahlens

Seit der Mensch seßhaft wurde, wird auch die Kraft des Korns genutzt und daher gemahlen. Die Geschichte des Mahlens beginnt mit steinzeitlichen Schiebemühlen, die in gleicher Art auch heute noch in Verwendung sind. Die Römer verbreiteten mit ihren Legionen die Drehmühlen über ihr ganzes Reich. Mit einer solchen römischen Mühle können die Besucher selbst Mehl herstellen. Moderne manuelle Drehmühlen sind eine Weiterentwicklung der römischen Form. Heute werden Haushaltsmühlen meist elektrisch betrieben.

Getreideanbau in Pfarrwerfen

Sicher seit dem römischen Vocario, einer Pferdewechselstation, wurde in der Region Getreide angebaut und gemahlen. Ab dem Mittelalter waren die Wassemühlen am Mühlbachl in Betrieb. Durch die Änderung der ländlichen Strukturen endete der Getreideanbau in den 1960er Jahren.

Klima und Getreide

1815 schleuderte der Vulkan Tamburo in Indonesien riesige Aschemengen in die Athmosphäre. Das Weltklima veränderte sich dramatisch und führte weltweit zu einer Abkühlung.

In den folgenden „Hungerjahren“ kam es zu Ernteausfällen und Hungersnöten. In unserer Region wurde kein Getreide mehr geerntet, also verfielen auch die Mühlen. Erst viel später in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts konnte wieder Getreide angebaut werden und die Mühlen wurden in Stand gesetzt.

Getreidearten

Über Getreidearten kann man nicht nur die allgemeinen Informationen erhalten, sondern sie in Teststationen angreifen und die Geschichte der Verbreitung erforschen.

Bräuche

Über die Jahrhunderte haben sich viele Bräuche ums Getreide und seine Produkte entwickelt, von denen sich einige bis heute erhalten haben.

Viele Menschen segnen ihr Brot mit einem Kreuzzeichen, bevor sie es anschneiden.

Neben Osterpinzen und  Allerheiligenwecken sind vor allem die Weichnachtskekse als christlicher Brauch weit verbreitet.

Mühlentechnik

Die Technik der Wassermühlen war vom Baustoff Holz dominiert, daneben wurde sehr sparsam Eisen verwendet.

Das Herzstück bildete jedoch der Mahlstein, der hier aus Konglomerat bestand. Wegen der unterschiedlichen Härte seiner Komponenten mussten diese Steine nicht nachgeschärft werden.

Wie gefinkelt die Mühlenzimmerleute beispielsweise die Getriebeproblematik gelöst haben, an Modellen selbst probiert werden.

Schaumühle

Unsere immer noch aktive Mühle wird einmal pro Woche – jeden Freitag ab 15.00 Uhr – in Betrieb genommen, damit sie „fit“ bleibt.

Ihr Klappern ist außerdem bei Führungen und Veranstaltungen zu hören.

Lebensmittelhygiene

Der Müller trug sein weißes Gewand, um seine Reinlichkeit nach außen zu zeigen. Er war für die Reinheit des Grundnahrungsmittles Mehl verantwortlich. Seine natürlichen Feinde waren Mäuse und Ratten. Sie fraßen nicht nur das Getreide, sondern hinterließen mit ihren Ausscheidungen auch gefährliche Krankheitserreger. Für die Dezimierung dieser Nagetiere musste der Müller mit Katzen und Fallen sorgen.

Mühle zum Nachdenken

Getreide ist allen Religionen dieser Welt heilig. Über diesen Umstand und unseren Umgang mit Lebensmitteln kann man in der 7. Mühle meditieren.

Kinder

Die lange „Mühlbachlrutsche“ verspricht mit ihren Kurven ein lustiges Erlebnis.

Der Wasserspielplatz lädt zum spielerischen Umgang mit dem Energielieferanten unserer Mühlen ein.